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21.03.2016

kke meistert höchste Anforderungen

HIT-Ullrich-Markt Berlin-Mitte

Die H.R.Ullrich Handels GmbH (Berlin) betreibt in Berlin mehrere HIT-Ullrich-Verbrauchermärkte. Die Viessmann Kühlsysteme GmbH (Hof) wurde beauftragt, das HIT-Konzept der Dohle-Handelsgruppe Siegburg in einem alten Wohn- und Geschäftsgebäude in Berlin-Mitte für den Kunden schlüsselfertig umzusetzen. 

Für dieses Turnkey-Projekt holte sich die Viessmann Kühlsysteme GmbH für die Hauptkomponenten die TEKO Kältetechnik GmbH (Altenstadt) und für die komplizierte Installation kke ins Boot.

Die Kühlmöbel

Der neue HIT-Ullrich Markt in Berlin-Mitte wartet mit einer Reihe von Besonderheiten an Kühl- und Tiefkühlmöbeln auf. Insgesamt wurden 21 Leho-Kühl-schrank-Module von Viessmann installiert. Diese Schränke sind mit den innovativen Smart-Access-Türen ausgestattet. Diese öffnen sich berührungslos. Es genügt, wenn der Kunde die Hand zur Tür bewegt. Mit den Tiefkühlschränken Luxo, dem TK-Set Nardo, einer 15 Meter langen Bedientheke vom Typ Perseus und dem Kühlregal Novus kommen weitere innovative Kühlmöbel von Viessmann zum Einsatz.

Die Anlage

Um den Ansprüchen des Betreibers in puncto Wirtschaftlichkeit, Betriebssicherheit und Umsetzung eines Systems zur Warenkühlung, Klimatisierung und Beheizung des Marktes gerecht zu werden, wurde eine transkritische CO2-Verbundanlage ROXSTA der Firma TEKO installiert.

Für einen effizienten Betrieb bei wechselnden Betriebsbedingungen ist je Saugdruckstufe ein Verdichter mit einem Frequenzumrichter ausgestattet, sodass die Anlage auch bei Teillast stets mit optimaler Verdampfungstemperatur betrieben werden kann. Des Weiteren ist die Funktion „Freshness First“ in der eingesetzten Regelung implementiert, welche selbstständig auf abweichende Betriebsbedingungen reagiert und die erforderliche Warentemperatur des Kühlgutes stets mit der höchsten Priorität versieht.

Die Kaltwassererzeugung für die Klimatisierung (COOL2HEATcomfort) des Marktes erfolgt durch einen gefluteten Plattenwärmeübertrager, welcher in der Flüssigkeitsleitung nach der Mitteldruckflasche verbaut ist. Somit ist auch im Sommer ein effizienter Betrieb möglich, da das hieraus entstehende „Flashgas“ über einen Parallel-Verdichter aus der Mitteldruckflasche abgesaugt wird.

Die Wärmeübertragung zur Beheizung (COOL2HEATbasic) des Marktes an das bauseitige NT-Heizsystem erfolgt ebenfalls mittels Plattenwärmeübertrager. Diese sind für einen wirtschaftlichen Betrieb auf die kleinstmögliche Temperaturdifferenz und sehr geringe Druckverluste ausgelegt - bezogen auf Kältemittelaustritts- und Wassereintrittstemperatur. Für den Fall, dass die Rückgewinnung aus den Kühlstellen der Normal- und Tiefkühlung nicht ausreicht, um das gewünschte Temperaturniveau im Markt zu erreichen, ist die Anlage mit einem Gaskühlerbypass und einer WP-Stufe (COOL2HEATre-source) mit luftbeaufschlagten Wärmeübertragern ausgestattet. Somit kann an den wenigen Tagen, an denen dies erforderlich ist, auf eine zusätzliche Heizungsanlage verzichtet werden. Für einen intelligenten und effizienten Betrieb der Anlage sorgt das Regelsystem FRIGOLINK von Wurm Elektronische Systeme. Die Regelung der Kühlstellen, sowie die Datenfernübertragung erfolgen ebenfalls über Regler von Wurm.

Die Montage

Um das neue Konzept in dem geplanten Objekt umsetzen zu können, musste das komplette Haus entkernt und um einen fünfstöckigen Neubau erweitert werden.

Das kke-Team wurde durch Viessmann sehr früh in das Projekt eingebunden. Dadurch konnten wichtige Arbeiten wie die Verrohrung und der Kabelzug in der jeweils günstigsten Bauphase durchgeführt werden. Die Anlagenkomponenten mussten zum Teil in einzelne Baugruppen zerlegt und über einen kleinen Aufzug in den Maschinenraum transportiert werden. Im Maschinenraum mit einer lichten Raumhöhe von 2,10 Metern mussten die Baugruppen wieder zu einer funktionierenden Einheit montiert werden. Dazu war viel Maßarbeit und Fingerspitzengefühl nötig. Insgesamt benötigte das kke-Team unter der Leitung von Marco Fischer (Projekt-Ingenieur) und Gordon Bräunlich (Obermonteur) mehr als 1.300 Stunden für die Installation, Einregulierung und Inbetriebnahme der gesamten Anlage.

Nach der Wiedereröffnung des Marktes brachte der Geschäftsführer der HIT-Ullrich Handels GmbH seine Zufriedenheit mit der Abwicklung dieses Turnkey-Projektes zum Ausdruck. Das wurde auch vom Leiter der Abteilung Bauplanung von Dohle bestätigt. Dieser erhielt übrigens von einem Wettbewerber eine Absage mit der Bemerkung, das Projekt sei nicht realisierbar.